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[Satzung Kreissportverband Nordfriesland e. V.]

 

 

Auf Grund des § 12 der Satzung des KSV vom 28.Oktober 1972 hat sich der KSV nachstehende Geschäftsordnung gegeben, die für alle Organe des Kreissportverbandes Nordfriesland e.V. verbindlich ist. Diese bestimmt die Richtlinien, nach denen die Geschäfte, Versammlungen und Sitzungen der Organe des Kreissportverbandes Nordfriesland geführt werden.

 

I. Einberufung der Organe

  1. Die Einberufung des Kreissportverbandstages und die zu beachtenden Formen regeln § 13 der Satzung des KSV.
  2. Die Einberufung zu Versammlungen oder Sitzungen der anderen Organe des KSV hat durch mündliche oder schriftliche Einladung an jedes teilnahmeberechtigte Mitglied unter Einhaltung einer Einberufungsfrist von mindestens drei Tagen zu erfolgen.
  3. Zugleich mit der Einberufung durch den jeweiligen Vorsitzenden ist die von diesem vorläufig festgesetzte Tagesordnung bekanntzugeben.
  4. Der Verbandsvorstand soll nach Möglichkeit in jedem Monat zusammentreten. Er muss einberufen werden, wenn vier Vorstandsmitglieder dies fordern.
  5. Der Verbandsbeirat tagt mindestens einmal im Jahr.
  6. Die Ausschüsse treten nach Bedarf zusammen.
  7. Jede ordnungsgemäß einberufene Versammlung oder Sitzung der Organe des KSV ist beschlußfähig.

 

II. Verhandlungsleitung

  1. Die Leitung der Versammlungen oder Sitzungen obliegt dem 1. Vorsitzenden oder einem seiner Stellvertreter, bei Sitzungen de Ausschüsse dem Ausschußvorsitzenden oder dessen Stellvertreter.
  2. Im Behinderungsfall ist aus der Mitte der Anwesenden ein Verhandlungsleiter zu wählen.
  3. Über die Mitgliederversammlung und Beiratssitzung ist eine vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnende Niederschrift aufzunehmen, die den Delegierten und Mitgliedern innerhalb einer angemessenen Frist zuzusenden ist.
    Die Niederschrift gilt als genehmigt, wenn sie nicht innerhalb von 14 Tagen von den Delegierten der ordentlichen Mitglieder oder Vorstandsmitgliedern schriftlich beanstandet wird. Die Beanstandungen sind bei nächsten Mitgliederversammlung zu klären.
  4. Über jede Vorstandssitzung ist eine Sitzungsniederschrift zu fertigen. Die Sitzungsniederschrift enthält insbesondere die gefaßten Beschlüsse und ihre Abstimmungsergebnisse.
  5. Jedem Vorstandsmitglied ist eine Sitzungsniederschrift auszuhändigen. Die Sitzungsniederschrift wird vom Protokollführer unterschrieben und vom Vorstand auf der nächsten Sitzung genehmigt.

 

III. Tagesordnung

  1. Die mit der Einladung bekannt gegebene vorläufige Tagesordnung kann zu Beginn der Versammlungen oder Sitzungen - mit Ausnahme des Verbandstages - ergänzt bzw. abgeändert werden. Sie ist alsdann mit einfacher Mehrheit festzusetzen.
  2. Die Tagesordnung wird in der festgesetzten Reihenfolge behandelt. Mit einfacher Stimmenmehrheit kann die Reihenfolge auf Wunsch geändert werden.
  3. Die Organe können mit einfacher Stimmenmehrheit einen Gegenstand von der Tagesordnung absetzen.
  4. Anläßlich der Versammlungen oder Sitzungen der anderen Organe können - mit Ausnahme des Verbandtages - Anträge jederzeit gestellt werden.
  5. Die Tagesordnung für den KSV-Verbandstag muß enthalten:
    1. Eröffnung des Verbandstages und Begrüßung
    2. Feststellung der Delegierten und der vertretenen Stimmen
    3. Festsetzung des Tagesordnung
    4. Genehmigung des Protokolls des letzten Verbandstages
    5. Ehrungen
    6. Berichte des Vorstandes
    7. Berichte der Kassenprüfer
    8. Entlastung
    9. des Schatzmeisters
    10. des Vorstandes
    11. Wahlen und Bestätigungen
    12. Genehmigung des Haushaltplanes
    13. Anträge
    14. Verschiedenes
    15. Vor Erledigung der Tagesordnung kann die Versammlung oder Sitzung nur abgebrochen werden, wenn es mit einfacher Mehrheit beschlossen wird.

IV. Redeordnung

  1. Kein Teilnehmer darf das Wort ergreifen, ohne es vorher verlangt und beim Vorsitzenden erhalten zu haben.
  2. Wer zur Sache sprechen will, hat sich bei dem Vorsitzenden zum Wort zu melden.
  3. Der Vorsitzende bestimmt die Reihenfolge der Redner. In der Regel ist dafür die Reihenfolge der Wortmeldungen maßgebend. Anträge auf Schluß der "Debatte" können nur von Teilnehmern gestellt werden, die nicht zur Sache gesprochen haben.
  4. Zur Geschäftsordnung muß das Wort jederzeit gegeben werden. Eine Rede darf dadurch nicht unterbrochen werden.
  5. Bemerkungen zur Geschäftsordnung dürfen sich nur auf die zur Beratung stehenden Gegenstände beziehen und nicht länger als drei Minuten dauern.
  6. Persönliche Bemerkungen sind erst nach Schluß der Beratung eines Gegenstandes bzw. zum Schluß der Sitzung zulässig. Sie dürfen nur Angriffe auf die eigene Person zurückweisen oder eigene Ausführungen berichtigen.
  7. Auch außerhalb der Tagesordnung kann der Vorsitzende das Wort zu einer persönlichen Erklärung erteilen, die ihm während der Versammlung oder Sitzung vorher schriftlich mitzuteilen ist.
  8. Die Versammlung oder Sitzung kann auf Vorschlag des Vorsitzenden für einzelne Beratungsgegenstände die Redezeit auf eine Höchstdauer beschränken. Die Versammlung oder Sitzung beschließt darüber ohne Beratung.
    Spricht ein Teilnehmer länger, so entzieht ihm der Vorsitzende nach einmaliger Mahnung das Wort.
  9. Der Teilnehmer darf das Wort zu diesem Beratungsgegenstand bis zum Beginn der Abstimmung nicht wieder erhalten.
  10. Kein Teilnehmer darf während der gleichen Beratung ohne Zustimmung der Versammlung oder Sitzung zum selben Beratungsgegenstand mehr als zweimal sprechen.
  11. Der Vorsitzende erklärt die Beratung für geschlossen, wenn die Rednerliste erschöpft ist und sich niemand mehr zum Wort meldet.

 

V. Abstimmung

  1. Die Versammlung oder Sitzung beschließt, vorbehaltlich Ziffer. 2, mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmgleichheit gilt als Ablehnung.
    Der Stimme enthält sich, wer bei einer Abstimmung anwesend ist und weder mit "ja" noch mit "nein" stimmt.
  2. Sofern die Satzung des KSV qualifizierte Mehrheiten vorschreibt, gelten diese.
  3. Nach Schluß der Beratung und Abgabe persönlicher Bemerkungen eröffnet der Vorsitzende die Abstimmung.
  4. Er stellt die Fragen so, daß sie sich mit "ja" oder "nein" beantworten lassen.
  5. Der Vorsitzende hat zuerst festzustellen, wer dem Antrag zustimmt, danach als Gegenprobe, wer den Antrag ablehnt; schließlich wer sich der Stimme enthalten hat.
  6. Unmittelbar vor der Abstimmung ist auf Antrag die Frage zu verlesen, über die abgestimmt werden soll.
  7. Über Anträge ist offen abzustimmen, wenn sich kein Widerspruch erhebt. Die offene Abstimmung geschieht in der Regel durch Handaufheben.
  8. Sogleich nach der Abstimmung wird das Ergebnis festgestellt und durch den Vorsitzenden verkündet
  9. Zu einem durch Abstimmung erledigten Gegenstand darf in derselben Versammlung oder Sitzung nicht mehr das Wort erteilt werden.

VI. Ordnungsbestimmungen

  1. Der Vorsitzende kann Redner, die vom Beratungsgegenstand abschweifen, mit Nennung des Namens zur Sache aufrufen.
  2. Wenn ein Versammlungs- oder Sitzungsteilnehmer die Ordnung verletzt, ruft ihn der Vorsitzende mit Nennung zur "Ordnung".
  3. Ist ein Redner dreimal in derselben Rede zur "Ordnung" gerufen worden, so kann ihm der Vorsitzende das Wort entziehen. Nach dem zweiten Ruf "Zur Sache" oder "Zur Ordnung" muss der Vorsitzende auf diese Folge hinweisen.
  4. Ist einem Redner das Wort entzogen worden, so darf er es zu diesem Gegenstand bis zur Eröffnung der Abstimmung nicht wieder erhalten.
  5. Wegen gröblicher Störung der Ordnung kann der Vorsitzende einen Teilnehmer von der Versammlung oder Sitzung ausschließen. Dieser hat den Raum sofort zu verlassen.

VII. Abweichen von der Geschäftsordnung

  1. Abweichungen von der Geschäftsordnung können im einzelnen Fall durch Beschluss der Versammlung oder Sitzung zugelassen werden, wenn kein Teilnehmer widerspricht und Bestimmungen der Satzung des KSV nicht entgegenstehen.
  2. Über Zweifelsfragen zur Auslegung der Geschäftsordnung entscheidet der Vorsitzende.
  3. Eine über den Einzelfall hinausgehende grundsätzliche, wichtige Auslegung einer Bestimmung der Geschäftsordnung kann nur der Kreissportverbandstag vornehmen, und zwar nur nach Prüfung durch den Beirat.

VIII. Inkrafttreten

Die Geschäftsordnung tritt mit ihrer Annahme in Kraft.

 

Husum, den 15. Dezember 1972

 

gez. Wobser
1.Vorsitzender

 

gez. Domrös
1. Stellvertr.
Vorsitzender

 

gez. J.G. Petersen
Schatzmeister