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Beim Hauptausschuss der Deutschen Sportjugend (dsj) in Ingelheim wurde Matthias Hansen, 1. Vorsitzender des Kreissportverbandes Nordfriesland, mit dem „Diskus“, der höchsten Auszeichnung der Deutschen Sportjugend, ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung würdigt die dsj Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise für den Kinder- und Jugendsport in Deutschland engagieren.

In der Laudatio wurde besonders die große Wirkungstiefe und Vielseitigkeit von Matthias Hansens Engagement hervorgehoben. Seit Mitte der 1990er Jahre ist er ehrenamtlich im organisierten Sport aktiv und hat sich in dieser Zeit auf Kreis-, Landes- und Bundesebene für die Belange junger Menschen im Sport eingesetzt. Seine Arbeit ist geprägt von der Überzeugung, dass Sport mehr ist als Wettkampf oder Freizeitgestaltung – nämlich eine gesellschaftliche Kraft für Zusammenhalt, Teilhabe und Verständigung.

Von 2008 bis 2015 leitete Matthias Hansen die Kreissportjugend Nordfriesland. In dieser Zeit gelang es ihm, die Jugendarbeit im Kreis neu aufzustellen, junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern und den Kinder- und Jugendsport langfristig zu stärken. 2015 übernahm er den Vorsitz des Kreissportverbandes Nordfriesland, den er bis heute innehat.

Auch auf Landesebene prägt er seit vielen Jahren die Sportentwicklung. Als Vorsitzender der Sportjugend Schleswig-Holstein (2013–2024) vertrat er die Interessen von über 320.000 Kindern und Jugendlichen in mehr als 2.600 Vereinen und trug maßgeblich dazu bei, Strukturen für mehr Inklusion und Teilhabe im Sport zu schaffen. In dieser Funktion sowie als Mitglied des Präsidiums des Landessportverbandes Schleswig-Holstein setzte er sich für niedrigschwellige, nachhaltige und inklusive Sportangebote ein – unter anderem durch Projekte wie „Kinder in Bewegung“, das Kindersportabzeichen oder die Fit&Fun-Tour.

Ein besonderes Anliegen ist Matthias Hansen die Inklusion im und durch Sport. Seit 2013 hat er diesen Prozess in Schleswig-Holstein maßgeblich vorangetrieben, Netzwerke geknüpft und neue Strukturen aufgebaut. Dabei geht er stets mit gutem Beispiel voran: Als Übungsleiter betreut er selbst eine Inklusionssportgruppe beim TSV Hattstedt, die er vor vielen Jahren gegründet hat.

Sein Engagement reicht weit über die Landesgrenzen hinaus. Mit dem deutsch-israelischen Jugendaustausch im Sport fördert er seit 2009 Begegnung, Verständigung und Verantwortung. Die von ihm begleiteten Jugendbegegnungen und das Buch „Begegnung – Mifgash“ stehen exemplarisch für diese Arbeit.

Für sein außergewöhnliches Engagement wurde Matthias Hansen bereits 2023 mit dem Bundesverdienstkreuz durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgezeichnet. Mit dem „Diskus“ der Deutschen Sportjugend folgt nun eine weitere hochrangige Anerkennung seines Wirkens.

„Ich freue mich sehr über diese besondere Würdigung“, so Matthias Hansen nach der Verleihung. „Ich verstehe sie als Motivation, mich weiterhin kreativ, nachhaltig und netzwerkorientiert im Sport zu engagieren – um Menschen und Themen im doppelten Sinne zu bewegen.“

Mit dieser Auszeichnung würdigt die Deutsche Sportjugend nicht nur das jahrzehntelange Engagement von Matthias Hansen, sondern auch sein unermüdliches Bestreben, den Sport als Ort der Begegnung, des Miteinanders und der gesellschaftlichen Verantwortung zu gestalten.