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Zum Verbandstag im Jubiläumsjahr kann der Kreissportverband Nordfriesland trotz Pandemie von einen Mitgliederzuwachs berichten – Viel Lob aus Sport und Politik

2022 markiert ein wichtiges Jahr für den Kreissportverband, da in diesem Jahr das 75-jährige Jubiläum ansteht. Doch darum ging es beim vergangenen Verbandstag nur am Rande, stand doch das vergangene Jahr naturgemäß im Vordergrund.

Der Verbandstag in der Aula der Theodor-Storm-Schule in Husum konnte mit einer positiven Nachricht begonnen werden: Im coronageplagten 2020 musste der KSV zwar noch einen Verlust von 1.300 Sportlerinnen und Sportlern melden. Nun jedoch konnte von einem Zuwachs von 418 Sportbegeisterten berichtet werden. Aktuell sind damit 52.606 Menschen in 199 dem Kreissportverband angehörigen Vereinen aktiv.

„Das motiviert uns, den Aufwärtstrend zu befördern. Wir liegen im Land ganz weit vorn mit unseren Projekten und Maßnahmen. Wir wollen Vorbild für andere Vereine und Verbände sein“,

kommentiert Matthias Hansen, Vorsitzender des Kreissportverbandes, den vielleicht wichtigsten der vielen positiven Aspekte im letzten Jahr in seiner Eröffnungsrede.

Auch die im Verbandsheft veröffentlichten Berichte der Fachverbände wissen von einem sportlich aktiven Nordfriesland zu berichten. Der allgemeine Aufwärtstrend im Sport nach zwei Jahren Corona Pandemie zeigt sich neben den Berichten im Verbandsheft auch in der konstruktiven Arbeit des KSV Vorstandes.

Doris Birkenbach, Vizepräsidentin des Landessportverbandes Schleswig-Holstein, lobte in ihren Grußworten den KSV Vorstand und die Vereine mit ihren Ehrenamtlern in Nordfriesland für die herausragende Arbeit im Kreis:

„Ihr seid der Kreissportverband, der die meisten Angebote des LSV annimmt. Das wünscht man sich auch von anderen Verbänden“,

betont sie. Sie wies zudem auf die bevorstehende Neuverteilung der institutionellen Förderung hin. Wie das Geld vom Landessportverband Schleswig-Holstein für den Sport verteilt werden soll, war zuletzt 1991 festgelegt worden. Die Regelungen seien nicht mehr zeitgemäß, es werde Verschiebungen geben. Manche werden mehr, andere weniger bekommen.

„Euer Verband muss sich keine Sorgen machen. Kreise, die zum Beispiel in der Ausbildung viel machen, werden stärker bedacht werden“,

sagte Birkenbach.
Zuspruch und Dank für das Engagement des KSV gab es auch von Kreispräsident Manfred Uekermann und von Husums Bürgermeister Uwe Schmitz. Beide würdigten die gesellschaftliche Bedeutung und die Vorbildfunktion des Sports.

Barbara Ostmeier, die sportpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, informierte über den Sportentwicklungsplan für Schleswig-Holstein. Die Förderung des Sports soll demnach eine neue Dimension bekommen, die Landesmittel spürbar steigen. Um diese gezielt einsetzen zu können, brauche es aktiver Partner, weshalb Ostmeier an den Sport appellierte:

„Bleiben Sie selbstbewusst, bleiben Sie politisch, melden Sie ihre Ansprüche an.“

Der Bericht des scheidenden Sportwartes Clemens Richert zeigte das umfangreiche Aus- und Fortbildungsangebot des KSV auf. Richert hat sein Amt nach sechs Jahren abgegeben. An seine Stelle tritt Ilka Vagt, die vom Verbandstag zur neuen Sportwartin gewählt wurde. Daneben wurden die turnusmäßig zur Wahl stehenden Vorstandsposten wiedergewählt, sodass sich keine weitere Veränderung im KSV-Vorstand einstellt. Bianca Kiehne vom TSV Haselund wurde von der Versammlung in den Ehrenrat des KSV Nordfriesland gewählt.

Der KSV hat außerdem sein Engagement für Integration und Inklusion in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Tyll Reinisch besetzt die neue, vom Deutschen Olympischen Sportbund und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Stelle des Event-Inklusionsmanagers. Unter anderem hat sich Reinisch bereits beim neuesten Vorzeigeprojekt des KSV, der barrierefreien Homepage, eingebracht und dient fortan als Ansprechpartner innerhalb des Verbandes und für Vereine und Sportinteressierte aus dem Kreisgebiet. Im Bereich der Inklusion „Im und durch Sport“ hat der KSV eine Vorbildfunktion für Vereine und Verbände. Nach außen sichtbar wird dies nicht durch die erwähnte neue Homepage, die möglichst barrierefrei gestaltet wurde, sondern auch im Verbandsheft, in dem der Bericht zur Inklusionsarbeit neben der gebräuchlichen Alltagssprache auch in leichter Sprache zu lesen ist. Dies soll noch mehr Menschen ermöglichen, sich eigenständig über Sportangebote zu informieren und am Sportleben teilnehmen zu können.

Zudem wird fortan mit Kerstin Kommoß eine feste Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle für den Themenbereich Integration zur Verfügung stehen. Die von ihr besetzte Stelle der Integrationslotsin wird durch den Landessportverband gefördert. Matthias Hansen machte bereits zu Beginn des Verbandstages auf die schreckliche Lage in der Ukraine mit einer Schweigeminute aufmerksam. Durch die Etablierung der Integrationslotsin unterstreicht der KSV die fortwährende gesellschaftliche Bedeutung von Integration im Sport. Siavash Nassir Shahnian verringert seine Arbeitszeit altersbedingt, wird dem KSV aber weiterhin als engagierter Übungsleiter im Integrationssport zur Verfügung stehen.

Auch in diesem Jahr gab es wieder erfreuliche Ehrungen für langjähriges Vereinsengagement. Vergeben wurde die KSV-Ehrennadel in Gold an Wilfried Brodersen (Kreisturnverband), Werner Findeisen (Kreistischtennisverband), Thomas Jensen (Kreisleichtathletikverband) und Matthias Schenke (Kreisseglerverband).

Abgeschlossen wurde der Verbandstag mit einem Blick auf das laufende Jubiläumsjahr. So ist das wohl größte Vorhaben 2022 die Feier des Jubiläums. In Planung sind ein Sporttag und ein Symposium in Bredstedt am 27. August sowie ein Festakt in der Koogshalle/Reußenköge am 11. September. Kim Koltermanm, Vorstandmitglied des KSV, betont abschließend die Zusammenarbeit mit den Vereinen: Insbesondere für die Veranstaltung in Bredstedt wünscht sich der KSV noch mehr Resonanz aus den Vereinen. Sie könnten sich dort mit Aktionen präsentieren und sich beim Symposium beispielsweise über erfolgreiche Elemente der Vereinsarbeit austauschen und informieren. Nur durch die gute Zusammenarbeit von KSV und den Vereinen und Fachverbänden könne die Veranstaltung zu einem Erfolg geführt werden.

Abgerundet wurde die Veranstaltung dann durch einen gemeinsamen Imbiss und den informellen Austausch untereinander unter Berücksichtigung der auslaufenden Coronaschutzverordnung.

Nicht nur durch den Imbiss gestärkt können die Vereine und Verbände nun gemeinsam zuversichtlich auf das laufende Jahr und die bevorstehenden Veranstaltungen blicken.

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